Der Chihuahua – ein klitzekleiner Wolf

Hello 🙂 Ich hoffe, es geht euch gut und ihr genießt das schöne Wetter.

Ihr wisst ja aus meinen frĂŒheren BeitrĂ€gen, dass mir Chihuahuas sehr am Herzen liegen. Ich habe selbst zwei Chi HĂŒndinnen und es liegen nun zwei sehr schöne Jahre hinter mir, in denen ich regelmĂ€ĂŸig Chihuahua Treffen organisiert habe. Dabei durfte ich viele verschiedene Chis kennenlernen. Wenn sich zwei Chis paaren, weiß man nie, was dabei raus kommt. Es gibt sie in allen Farben und jeder ist auf seine ganz eigene Weise etwas Besonderes. Meine beiden Mini-Wölfe sind fĂŒr mich natĂŒrlich was ganz ganz Besonderes und am allertollsten, daher kann ich euch das nicht vorenthalten:

meine 4 Fakten ĂŒber Chihuahuas

1. Chihuahuas können spitzen Wachhunde sein!

Mir rieten zu Beginn alle davon ab, einen Chihuahua zu kaufen. „Das sind doch alles nur aggressive KlĂ€ffer“. Bei meinen aktuellen Wohnungsbesichtigungen lĂ€uft alles gut, bis die Vermieter hören, dass ich Chihuahuas besitze. Dann ist vorbei. Ich bekomme die Wohnung nicht. Der schlechte Ruf des KlĂ€ffers ist kaum abzuschĂŒtteln. Und ich habe es so satt…

Klar, es gibt Chis, die bellen den ganzen Tag. Aber meine nicht. Meine sind nur Nebenjob-KlĂ€ffer. Und außerdem bin ich manchmal richtig froh, solche „KlĂ€ffer“ zu haben!

Da sie mit ihrer KörpergrĂ¶ĂŸe nicht gerade glĂ€nzen können und auch nicht gerade respekteinflĂ¶ĂŸend wirken, gibt es nicht mehr viel, mit dem sie sich behaupten können. Also bellen sie. Um zu warnen. Und zwar frĂŒh genug, damit jemand erst gar nicht nahe genug kommen kann. Wenn man das nicht im Griff hat, artet es aus und zack, hat man einen KlĂ€ffer. Ich arbeite gerade selbst hart daran, dass meine Hunde draußen weniger bellen. Aber irgendwie gehört es eben auch dazu. Chihuahuas sind leidenschaftliche Mexikaner. Bella hat uns mit ihrem Bellen schon oft aus brenzligen Situationen gerettet. Sie kommt ĂŒbrigens aus Bellheim, ohne Spaß. Bella aus Bellheim bellt gerne. Sie hört alles, was fĂŒr uns Menschen nicht wahrnehmbar ist. Sie hört Wildschweine im GebĂŒsch, die sich kaum bemerkbar machen. Sie bellt und ich weiß, dass gleich ein Hund um die Ecke kommt. Sie hört einfach unglaublich gut. So lange das Bellen in diesem Rahmen bleibt, ist es super. Ansonsten, vor allem in der Wohnung, bellen meine Hunde kaum und darauf bin ich sehr stolz. Jetzt mĂŒssen es nur noch die Vermieter checken: Nicht jeder Chi ist ein KlĂ€ffer! Manche sind Vollzeit Workaholic KlĂ€ffer und einige sind Beste Mitarbeiter Nebenjob Warnmelder.

2. Chihuahuas sind SchleckermÀulchen und fressen so witzig!

Meine Hunde fressen nicht alles. Sie sind sehr wĂ€hlerisch. Das ist typisch Chi. Wir haben schon so viele Futtersorten ausprobiert und endlich welches gefunden, das einigermaßen gesund ist und lecker schmeckt. DarĂŒber schreibe ich mal in einem weiteren Blogeintrag. Eines haben aber anscheinend viele Chis gemeinsam: Sie essen Trockenfutter einzeln. Es wird ein Futterteil aus dem Napf genommen, an einen anderen Platz getragen und dort verspeist. Jedes einzelne Teil nacheinander. 🙂 Zu Beginn dachte ich, das machen nur meine Hunde. Aber durch die Chi Treffen hat sich herausgestellt, dass das die meisten so machen. Ich finde es mega witzig. Und wenn sich Muddi viel MĂŒhe gibt und extra Fleisch anbrĂ€t….das wird in Sekunden runtergeschlungen. Hach, ich liebe meine Hunde 🙂

3. Chihuahuas brauchen viel Bewegung und sind unfassbar intelligent, wissbegierig und lernbereit!

Meine Hunde laufen tĂ€glich 1-2 Stunden und meistens reicht das nicht aus. Wir gehen immer mal wieder wandern um das auszugleichen. Aber was noch wichtiger ist: ich fordere sie zusĂ€tzlich noch in ihrer Intelligenz. Sie sind unglaublich intelligent und wenn sie nicht gefordert werden, haben sie nur Quatsch im Kopf, weil sie nicht wissen, wohin mit ihrer Energie. Eine halbe Stunde Agility ersetzt eine Stunde Gassi. Wenn Chihuahuas ihr Köpfchen anstrengen dĂŒrfen, sind sie danach wahnsinnig glĂŒcklich und ausgeglichen. Ob Agility oder Intelligenz-Spiele, Trick-Training…es gibt so viele Möglichkeiten, sie auszulasten. Schade, dass viele Chi Besitzer das nicht fördern und als Konsequenz einen unglĂŒcklichen Hund haben, der nur auf der Couch hockt und frustriert und aggressiv ist. Es sind Hunde! Keine Spielzeuge, keine Ersatz-Partner und auch kein Ding, das man in die Handtasche stopft und herumtrĂ€gt. Alles, was sie wollen, ist in die Natur zu gehen und sich im Dreck zu wĂ€lzen. Hund sein dĂŒrfen. Tier sein dĂŒrfen.

4. Chihuahuas reagieren sensibel auf Impfungen!

Eigentlich ist das etwas falsch formuliert. Vielleicht sollte ich es umformulieren in „TierĂ€rzte impfen ohne nachzudenken“. Habt ihr einen Chi und habt ihn impfen lassen? Mein Gott! Da werden tatsĂ€chlich 5 Impfstoffe gleichzeitig in diesen kleinen Hund geschossen. Unfassbar! Meine Hunde hatten nach der letzten Impfung einen komplett-Körper-Ausschlag. Bella hat seitdem eine Impf-Beule, die nicht mehr weg geht. Beide hatten nach der Impfung Zwingerhusten Symptome. Das ist echt nicht spassig. Und hier liegt das Problem nicht bei den Chihuahuas, weil sie ach so sensibel sind. Nein. Man muss Verantwortung ĂŒbernehmen fĂŒr diese kleinen Zwerge. In Deutschland gibt es keinen Impfzwang fĂŒr Hunde. Ich werde meine Hunde daher nur noch gegen Tollwut impfen lassen und das auch nicht mehr jĂ€hrlich. Alles andere ist Geldmacherei, worunter kleine Hunde besonders leiden, weil sie soviel Impfstoff oft mit ihrer Gesundheit einbĂŒĂŸen mĂŒssen.

Ihr seht, Chihuahuas bringen sehr viel Arbeit und gleichzeitig sehr viel Freude ins Leben! Es gibt allerdings Herrchen, die sich nicht so sehr um ihre Hunde kĂŒmmern. Die ihre Hunde missbrauchen und als Zucht-/Geldmaschine benutzen. Bella war zum Beispiel drei Jahre nicht Gassi. Könnt ihr euch vorstellen, wie sie sich gefreut hat, als sie gecheckt hat, dass sie ab sofort jeden Tag in die Natur darf?

Ich möchte euch mit diesem Blogeintrag ermutigen, auf alle Chihuahuas und auch andere Hunde in der Umgebung zu achten.

Manchmal bekommt man mit, wie z.B. der Nachbarshund kein so schönes Leben hat.

Ich selbst setze mich fĂŒr Chihuahuas ein, die nicht artgerecht gehalten werden. Es gibt viele Möglichkeiten, Tierschutz zu leben. Meist fĂ€ngt es im Kleinen an, indem man Leute darĂŒber aufklĂ€rt, dass ein Hund ab 20Grad Sommer Hitze nichts im Auto zu suchen hat, wĂ€hrend Herrchen schön in den gekĂŒhlten Supermarkt schlendert.

Ich bekomme in meinem Umkreis immer wieder mit, wie Menschen sehen, dass ein Hund geschlagen wird, aber sie melden es nicht. Mich macht das traurig. Tiere können sich leider nicht selbst wehren. Sie sind auf uns Menschen angewiesen. Deshalb ist es wichtig, dass wir den Mund aufmachen, wenn ein Tier vor unseren Augen falsch behandelt wird. Sprecht die Leute auf ihr Verhalten an, klÀrt auf, meldet Annoncen von illegalem Welpenhandel, informiert das VeterinÀramt. Es gibt wirklich vieles, was man machen kann, auch anonym. Habt keine Angst vor den Konsequenzen. Die Tiere werden es euch danken.

Wichtig ist, dass wir es tun!

Ich tue es. Seid ihr dabei?

Viele GrĂŒĂŸe, eure Patricia

und Loli (wuffwuff)

und Belli (WUFFWUFF)

Nachfolgend findet ihr meine Buchtipps fĂŒr Hundetraining. Ich konnte mein Hundetraining damit tatsĂ€chlich verbessern, indem ich z.B. das Kommando „komm“ mit „hier“ ersetzt habe. Es wirkt wahre Wunder 🙂 

 

      

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