Fructoseintoleranz und die Psyche – Wenn uns Essen krank macht

Immer mehr Menschen vertragen keinen Fruchtzucker. Ich gehöre dazu – leider…

Hier eine kleine Geschichte aus meinem Leben:

Aufgrund meiner Schilddrüsen-Probleme beschloss ich vor 2 Jahren, meine Ernährung radikal auf Rohkost umzustellen. Ich wollte einfach nicht von der Pharmaindustrie oder Medikamenten abhängig sein. Was ist, wenn die Rezeptur meiner Schilddrüsen-Tablette irgendwann geändert wird und ich sie nicht mehr vertrage? Was ist dann? Geht es dann wieder bergab mit meiner Gesundheit? Solche und andere Fragen schossen mir durch den Kopf. Dank Rohkost hat sich das erledigt. Meine Schilddrüse arbeitet wieder von alleine und ich lebe ohne Medikamente. Aber auch, weil ich mein Leben stressfreier gestaltet habe. Das ist aber ein neuer Blog-Eintrag. Für das alles bin ich sehr sehr dankbar! Jedoch hat sich dadurch oder vielleicht auch schon vor meiner Rohkost-Zeit eine Fructoseintoleranz in mein Leben geschlichen.

Ihr kennt bestimmt von Erzählungen oder aus eigenem Erleben, dass man mit der Rohkost ein „high“-sein erlebt. Man ist aktiv, stark, wach und rund um die Uhr glücklich. So erging es mir in der Anfangsphase auch. Ich war so unendlich happy, das erleben zu dürfen. Allerdings wurde es mit der Zeit weniger- meine Verdauungsprobleme wurden mehr und meine Stimmung ging immer mehr „down“. Ich versuchte mehrere Ernährungsformen: 80/10/10, 80% Rohkost, 100% Rohkost, tierisches roh, nur Pflanzliches, Paleo und und und. Mein Gewicht wurde immer weniger.

Als ich bei Paleo ankam, ging es mir überraschend gut und ich nahm leicht an Gewicht zu. Dann dachte ich mir „Ok, wenn ich Paleo gut vertrage, kann ich auch mal wieder sündigen“ und ging chinesisch essen. Was leider eine echte Sünde war. Ich genoss dieses Essen so sehr, dass ich alles um mich rum vergaß und auch normales, herkömmliches Eis aß. Da ist Zucker drin. Der Zucker, den ich schon seit Jahren nicht mehr angetastet habe. Drei Tage später hatte ich einen Nervenzusammenbruch. Details lasse ich aus, weil es mir zu privat ist. Jedoch kann ich den Zustand beschreiben, wie man sich fühlt, wenn alles „zusammen bricht“. Man sieht ohne Grund die ganze Welt schwarz, ist mit seinen Nerven am Ende, empfindlich, leicht reizbar und wütend. Sprichwörtlich am Ende. Ich hatte das Gefühl, dass Autos, die an mir vorbei fuhren, durch meinen Kopf fuhren. Geräusche taten mir weh. Ich wusste nicht mehr, wohin mit mir, wie ich mich irgendwie beruhigen kann. Rückblickend denke ich, mein Körper war einfach nur total überfordert mit dem Zucker und dem ganzen Honig aus der Paleo-Ernährung.

Der Fruchtzucker-Atem-Test war positiv. Seitdem ernähre ich mich Fruchtzucker-arm. Wobei man ja behauptet, der normale Haushaltszucker, der zur Hälfte Fruchtzucker enthält, sei noch am verträglichsten. Ich weiß nicht mehr, wem oder was ich glauben soll. Deshalb vertraue ich mehr und mehr mir selbst und achte ganz genau auf mein Bauchgefühl.

Nach meinen 2 Wochen komplett Fructose aussparen, esse ich immer mehr Fruchtzucker freie Produkte, wie die z.B. der Reissirup von Werz oder die Marmelade und der Ketchup von Frusano, die mir gut bekommen. Zumindest bekomme ich keine Bauchschmerzen, wie nach 2 Äpfeln. Mit der Rohkost bin ich momentan sehr am Zweifeln. Ich stelle alles in Frage. Aber das ist okay. Es gibt keine einzige, perfekte Ernährung für Jedermann. Auch hier kommt wieder die Selbstverantwortung ins Spiel. Ich muss wieder selbst auf mich achten und fühlen, was mir gut tut. Kein Rohkost-Guru kann mir dabei helfen. Ich begebe mich wieder auf eine neue Reise und erfinde mich und mein Leben wieder neu. Und ich nehme dich mit! Falls du dabei sein willst 🙂

Was mir bei dieser Erfahrung sehr klar wurde: Die Psychatrien sind voller Menschen! Voller JUNGER Menschen- was umso erschreckender ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass viele Leute ganz irrtümlich in der Psychatrie sind. Sie vertragen einfach nur ihr Essen nicht! Es ist inzwischen bekannt, dass Gluten und Histamin, als auch Fructose, schwere Depressionen und psychische Probleme hervorrufen kann! Ich kann es bezeugen! Ich habe es erlebt!

Achtet gut auf euch, meine Lieben! Übernehmt Verantwortung für euer Leben und eure Ernährung! Dann sind die Krankenhäuser und Psychatrien irgendwann um ein vielfaches leerer oder sogar überflüssig. Wenn du depressiv bist, überprüfe deine Ernährung!

 

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Ich liebe Essen. Sonne. Barfuß. Vogelzwitschern. Grillenzirpen. Konzerte. Gute Gespräche. Gärtnern. Meer. Wasser. Farben. Neues entdecken. Inspiration. Vertraut sein. Gute alte Werte. Famile. Singen. Rad fahren. Wald. Gesund sein. That´s what makes me happy! Die einfachen Dinge im Leben...alles kostenlos!

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