Entspannen mit BowTech

In den vorher gehenden Beiträgen habe ich schon angedeutet, dass ich bald über meine neue Ausbildung und meinen neuen Beruf erzählen möchte. Heute ist es soweit 🙂

Wisst ihr, wenn man sich meinen Lebenslauf so ansieht, könnte man glatt vermuten, dass ich nie so richtig wusste, was ich werden möchte. Ich habe viel erlebt, viel gearbeitet, viele unterschiedliche Jobs gehabt. Ich war Kinderschminkerin. Ich war Wirtschaftskorrespondentin. Ich war Promoterin. Ich war Küchenhilfe. Ich war irgendwie überall mal, in fast nahezu jeder Branche tätig. Und überall fühlte ich mich irgendwie „nicht richtig“. Es macht ziemlich unglücklich, wenn man aus finanziellen Gründen viele Jobs annehmen MUSS, egal, ob man dafür geschaffen ist oder nicht. Ich hatte gar keine andere Wahl als Jobs anzunehmen, obwohl ich immer spürte, dass sich in mir innerlich alles dagegen sträubte. Irgendwann hat mich das alles krank gemacht und ich konnte viele Jahre nicht mehr arbeiten, war total nervlich und körperlich ausgebrannt.

Wenn man BurnOut hat und von der Gesellschaft als nicht leistungsfähig gesehen wird, hat man immerhin viel Zeit nachzudenken. Ich überlegte immer, „was MÖCHTE ich denn arbeiten?“ „Welche Arbeit könnte mich glücklich machen?“ „In welchen Beruf passe ich mit meinem Wesen?“

Ich war ja schon immer sehr sensibel, feinfühlig, intuitiv. Schade nur, dass man damit in vielen Beruf an eckt oder einem genau dieses feinfühlige Wesen abtrainiert wird. Naja, ich hatte sowieso nichts mehr zu verlieren. Arbeitslos war ich schon. Dann konnte ich wenigstens nochmal von vorne anfangen und nochmal darüber nachdenken, wo ich endlich meine berufliche Erfüllung finden könnte.

Ich muss dazu sagen: Als Kind wollte ich Kinderkrankenschwester werden. Bei einem Praktikum merkte ich dann, dass ich kein Blut sehen kann. Somit war dieses Ziel kein Ziel mehr und ich tat mich schwer damit, ein neues Ziel zu finden. Wenn man sozial und finanziell so abrutscht, hat man irgendwann keine Kraft mehr. Woher soll man das Selbstbewusstsein für einen neuen Job bekommen, wenn man ständig nur Absagen auf Bewerbungen erhält? Es ging mir dann wirklich nicht gut und ich hatte sämtliche Panikattacken und Ängste, die man sich so vorstellen kann. Nur durch meine Familie kam ich dazu, diese Ausbildung als BowTech Anwenderin zu starten. Erstmal nur mit dem Ziel, den ersten Kurs ohne Panikattacken zu überleben oder gar zu flüchten. Was nicht so einfach war. Ich zog mich damals wirklich aus dem tiefsten Tief…

BowTech hat mir persönlich so viel Gutes gebracht, dass ich zu 100% hinter dieser Methode stehe. Ich gebe keine Garantie dafür…aber bei mir persönlich hat es einige Blockaden gelöst. Ich war immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, Traumata zu lösen. Bei Bowen hatte ich das Gefühl, dass sich vieles in mir gelöst hat. Aber ich spreche da nur von meiner Erfahrung. Jeder reagiert anderst auf Bowen.

Angefangen habe ich im ersten Kurs als ängstliche, heulerische Teilnehmerin, die sich gleich als erste auf die Liege legen wollte für eine Behandlung, damit die Trainerin die ersten Griffe an mir zeigen konnte.  In den Pausen gingen alle immer in Karlsruhe essen und ich verkroch mich im Seminarraum um mit autogenem Training wieder ruhiger zu werden. Ich war dermaßen fertig mit den Nerven, dass mir damals wirklich alles zu viel war. Zu viele Menschen, zu viele Gerüche, zu große Stadt, zu langer Anfahrtsweg. Alles zu viel. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich das überstanden habe. Ich habe eigentlich von Tag zu Tag überlegt, wie ich den nächsten Tag meistern soll oder ob ich die Ausbildung doch abbreche.

Es wurde von Modul zu Modul besser. Wir mussten die Anwendung bei den Kursen natürlich immer gegenseitig an anderen Teilnehmern durchführen und das brachte bei einigen viele Emotionen hoch. Ich weiß noch, wie ich nach einer Gallen-Anwendung so wütend wurde, dass ich am liebsten einen Boxsack in meiner Nähe gehabt hätte. Danach ging es mir besser. Ich fühlte mich um einiges Leichter. Als wäre seelischer Ballast von mir abgefallen. Und das nur, weil mir warscheinlich psychisch noch mal eben kurz „die Galle hochkam“…

Unterdrückte Gefühle, Wut, Hass, Trauer kamen endlich ans Licht und durften von mir gefühlt werden.

Nun ist Ende Januar 2018. Letztes Jahr im Dezember habe ich die Prüfung bestanden und darf nun offiziell andere Menschen mit BowTech beglücken. Das Schöne daran ist, dass es mir total leicht fällt wie kein anderer Beruf. Ich fühle mich regelrecht berufen, das zu tun. Es macht mir Spaß und ich bin mit meiner Feinfühligkeit genau im richtigen Beruf gelandet. Viele meiner Klienten geben mir die Bestätigung, nachdem sie die Anwendung bei mir getestet haben, dass das genau das richtige ist, was und wie ich es tue.

BowTech ist eine Entspannungsmethode, bei der sich der Körper selbst regulieren kann. Ich gebe durch meine Entpannungs-Griffe Impulse, gebe dem Körper eine Pause und dabei kann der Klient wunderbar entspannen und erlebt oftmals schöne Selbstregulierungen. Und das alles auf eine sanfte und schmerzfreie Art und Weise.

Wer sich informieren möchte, kann das unter folgendem Link gerne tun: www.bowen-academy.de

Ich kann BowTech nur empfehlen! Mir hat diese Methode wirklich sehr gut getan! Und es geht weiter 🙂 Ich poste hier bald den Link zu meiner neuen BowTech Practitioner Website.

Bis dahin, lasst es euch gut gehen, viele Grüße

♥ Patricia


DISCLAIMER: In diesem Blogeintrag spreche ich nur über meine eigene Erfahrung mit der BowTech Methode. Ich gebe weder Heilversprechen ab noch diagnostiziere ich. Ich bin auch kein Arzt oder Psychologe oder Heilpraktiker, daher ersetzen meine Blogeinträge keine Arztbesuche. Falls du als mein Leser gesundheitliche, körperliche, psychische Probleme hast, empfehle ich dir einen Arzt aufzusuchen.


 

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